Girls Baskets|WNBL|Saison 2018/2019

Girls Baskets mit wichtigem Zittersieg

Im ersten „Entscheidungsspiel“ der WNBL Division Nordost empfingen die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel den SV Halle. Im Kampf um die Playoffs war diese Partie die erste von zwei vorentscheidenden im Monat Januar. Nach dem klaren Hinspielerfolg wurde es dieses Mal aber umso enger und das 58:56 musste hart erkämpft werden.

Die erste Hälfte war geprägt von der sehr starken Sina Geilhaar. Ihre unbändige Energie führte immer wieder zu Ballgewinnen und ihren eigenen Punkten im Gegenstoß. Die langsam immer besser in Rhythmus kommende Rebecca Lagerpusch gesellte sich schnell dazu und beide sorgten für das frühe 8:1. Dann konnte Halle aber auch endlich ins Spiel finden und bei den Niedersächsinnen schwanden langsam die Kräfte. Nach dem 10:3 kamen die Gäste bis auf 12:10 heran und trafen nun ihre berüchtigten Distanzwürfe. Ab jetzt war es also eine sehr enge Partie, in der sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Frühe Foulbelastung zwang die ohnehin kurze Bank der Gastgeberinnen schnell ins Spiel und die anfängliche Dominanz wich mehr und mehr dem Krampf.

„Wir haben aber von allen Spielerinnen jederzeit vollen Einsatz bekommen, auch wenn es mal nicht so lief. Die vielen Offensivrebounds und Ballgewinne zeigen das. Leider war unsere Wurfquote nicht gut genug, daraus auch einen sicheren Vorsprung zu erspielen. Aber auch gegen alle Hürden haben sich die Mädels heute gewehrt und damit einen wichtigen Sieg einfahren können.“, urteilte Trainer Steinwerth durchaus stolz über die vorherigen 40 Minuten.

Diese angesprochenen Hürden waren vor allem die fehlende Treffsicherheit (nur 29 % aus dem Feld), die hohe Foulbelastung der Protagonistinnen und die sehr kleine Rotation mit nur 8 Spielerinnen. Halle führte mehrfach im Spielverlauf (24:30, 47:52) obwohl die Girls Baskets beim 46:36 bereits ihren größten Vorsprung erarbeiten konnten. Lagerpusch konnte mit ihrem Double-Double dem Spiel noch vor ihrem 5. Foul ihren Stempel aufdrücken und das Spiel drehen helfen. Ein Dreier von Geilhaar holte die Führung zurück (54:53). Speziell Franka Wittenberg war nun kaum noch zu stoppen und übernahm viel Verantwortung. Ihre Rebounds, Freiwürfe und der finale Korbleger zum 58:56 retteten den so wichtigen Heimsieg.

„Gegen Rotenburg haben wir nun ein echtes Endspiel um die Playoffs am 27.01. um uns Planungssicherheit bereits für 2019/20 zu sichern. Das ist unser primäres Ziel“, blickte Steinwerth auf das nächste Entscheidungsspiel voraus.

Girls Baskets klar und deutlich verbessert in Chemnitz

Nach den zuletzt empfindlichen Niederlagen gegen die Berliner Teams konnten die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel in Chemnitz endlich einen klaren Aufwärtstrend nachweisen. Zwar unterlag man am Ende eines umkämpften Spiels 69:73, aber nach der hohen Hinspielniederlage ist selbst dieses Resultat ein Schritt in die richtige Richtung.

Vor allem im Angriff hatten die Veränderungen der letzten Trainings bereits erste Effekte. „Beinahe 70 Punkte sind uns lange nicht mehr gelungen. Unsere Umstellungen haben gegriffen und auch die immer größere werdende gemeinsame Spielerfahrung durch WNBL und Regionalliga zahlt sich langsam aus.“, wusste Trainer Steinwerth einen Grund für den Aufschwung zu benennen. Eine glänzend aufgelegte Nina Rosemeyer überzeugte mit einem starken Auftritt. Dabei kam sie nicht nur selbst zu Punkten, sondern setzte auch ihre Mitspielerinnen mit kreativen Pässen gut in Szene. Zusätzlich war sie eine Bank in der Verteidigung, was ihr Team ungemein stabilisierte. Neben der Kapitänin war es Sina Geilhaar, die mit ihrer Leistung ebenfalls ansteigende Form nachwies. Ihre unbändige Energie nutzte sie zu ihrem persönlichen Aufwärtstrend nach ebenfalls zuletzt schwierigen Partien. Zu diesen beiden gesellte sich eine ebenfalls stark verbesserte Lina Falk, die ihr Zögern an diesem Tag endlich gegen entschlossene Aktionen ausgetauscht hatte. „Das tat ihr und uns allgemein gut. Gegen die Berliner haben wir sehr oft einfach zögerlich und verkrampft agiert. Heute haben alle Spielerinnen mal wieder befreit einfach ihre Aktionen gestartet, ohne zu viel nachzudenken. Da müssen wir dranbleiben“, freute sich Steinwerth über die Fortschritte auch im mentalen Bereich.

Warum aber hat man trotz all dieser positiven Meldungen dennoch verloren?! Bei Chemnitz stand mit Elea Gaba eine physische Macht untern den Körben, die vor allem in Halbzeit zwei den kleinen Unterschied machen sollte. Nach dem 41:38 für die Girls Baskets zur Pause trumpfte Gaba mit insgesamt 10 Offensivrebounds auf. Diese vielen zweiten Chancen kamen den Chemcats gerade recht, denn die ersten Würfe fanden oft nicht das Ziel. Rebecca Lagerpusch hatte früh Foulbelastung und so gaben Rosemeyer und Lara Lieckfeld ihr Bestes gegen die sächsische Centerin, aber konnten natürlich nicht alles wegnehmen. Ein anderer Grund ist die eigene Wurfquote. Oft gelangen den Girls Baskets zwar gelungene Angriffe mit komplett freigespielten Würfen, aber der Wurf wollte nicht in den Korb finden. Vor allem die 2/18 Dreipunktwürfe taten da sehr weh und auch die 17 Ballverluste machten den Unterschied an diesem Tag. Nach dem 69:70 mit noch zwei Spielminuten auf der Uhr gelang den Niedersachsen dann nur wenig. Ein Schrittfehler, der den eigentlichen Korberfolg negierte und ein verlegter Abschluss direkt am Ring zwangen die Girls Baskets zum foulen. Chemnitz entkam der Herausforderung der Gäste und am Ende stand ein respektabler Auftritt für die Gäste zu Buche.

Mit diesem Spiel geht es in die Weihnachtspause der WNBL, ehe mit zwei Heimspielen im Januar dann gegen Halle und Rotenburg die wohl wichtigsten Spiele der Saison anstehen. Die Playoffs zu erreichen wird vom Ausgang dieser Partien abhängen.

Girls Baskets unterliegen Alba Berlin erneut und deutlich

Auch im Rückspiel konnten die Niedersachsen nicht den Spieß umdrehen und verlieren binnen einer Woche direkt ein zweites Mal klar mit 47:70 gegen Alba Berlin. Nur kurz konnte man auf einen anderen Spielverlauf hoffen, als es bis zum 13:15 durchaus freundlich für Braunschweig-Wolfenbüttel aussah. Franka Wittenberg und Johanne Wegmann konnten aus der Distanz treffen und die Treffer der Berliner Nationalspielerinnen Poros und Öztürk kontern. Dann aber brach der Spielfluss und das Selbstvertrauen zusammen und Alba zog bis auf 13:23 davon. Dieser Bruch hatte auch Auswirkungen auf die mentale Verfassung der Gastgeberinnen: „Anfangs traten wir noch locker und selbstbewusst auf. Aber als sich dann der Druck erhöhte und Alba uns langsam entkam, verkrampften wir wieder und wurden zögerlich und gar ängstlich. Alle Angriffsmuster funktionierten nicht und das nutzen die Berliner zur schnellen Vorentscheidung. Nur Franka hielt noch mutig und selbstbewusst dagegen. Alle anderen sind unter diesem Druck einfach zerbrochen heute.“, lautete Steinwerths hartes Fazit. Der Halbzeitstand von 24:39 sprach Bände und den Girls Baskets fiel kaum ein Mittel ein um zu punkten. Auch das kleine Comeback von Rebecca Lagerpusch konnte keine neuen Energien entfalten. „Mit ihr verändert sich unser Spiel natürlich, aber dafür brauchen wir noch viel Zeit und Aufbauarbeit im Training.“, freute sich Steinwerth auf die endgültige Rückkehr einer seiner Hoffnungsträgerinnen.

An diesem Tag jedoch war ohne Nina Rosemeyer im Aufgebot eine einzelne Franka Wittenberg einfach nicht genug. Sie ging voran und eroberte immer wieder zweite Bälle und kam zu Punkten aus Einzelaktionen. Aber ein Teamspiel war längst abhandengekommen. Defensiv stand man sogar noch ganz gut und zwang Alba zu nur 34% Wurfquote. Aber man erlaubte eben auch die Rekordzahl von 27 Offensivrebounds, was ein klares Indiz für die fehlende Spannung und Aufmerksamkeit ist. Die eigenen 25 Ballverluste und nur 50% Freiwurfquote trugen ein Übriges dazu bei, dass am Ende ein erneut klares Resultat herauskam.
Schleunigst muss nun ein Weg gefunden werden, die offensiven Probleme und das Aufmerksamkeitslevel der Mannschaft neu zu justieren. Die Playoffteilnahme steht sicherlich auf Messers Schneide, den Glauben daran und an die eigenen Fähigkeiten nicht zu verlieren, ist jetzt die große Aufgabe für die Spielgemeinschaft Braunschweig-Wolfenbüttel.

Es spielten

Sina Geihaar Punkte 2, Franka Wittenberg 20, Rebecca Lagerpusch 5, Lara Lieckfeld 5, Johanne Wegmann 3, Lina Falk 12, Marie Tepe, Zoe Wildrich

Girls Baskets mit empfindlicher Niederlage in der Hauptstadt

Im Nachholspiel des ersten Spieltags kassierten die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel eine 51:68 Niederlage. Obwohl Alba Berlin bis dato keinen Sieg verbuchen konnte, war an diesem Tag das Berliner Team den Gästen in allen Belangen überlegen.

Besonders die so aussagekräftigen Werte Rebounds (54:41), Assists (16:6), Schnellangriffe (17:3) und Wurfquote (37% : 29%) zeugen von der Überlegenheit der Hauptstädter.

Schon zu Spielbeginn mussten die Girls Baskets einen 0:5 Start hinnehmen, in dem man direkt die Intensität der Gastgeberinnen verspürte. Vor allem Sina Geilhaar, die bisher stabilste Spielerin der Niedersachsen, wurde stark unter Druck gesetzt und damit der Spielaufbau unterbunden. So mussten Einzelaktionen von Nina Rosemeyer oder Franka Wittenberg herhalten, um überhaupt einigermaßen in die Partie hineinzukommen. Die leicht angeschlagene Lina Falk ließ ebenfalls keinen Einsatzwillen vermissen und sorgte gemeinsam mit Rosemeyer und Wittenberg für einen ausgeglichenen Spielstand (15:16/8. Min). Alba war jedoch immer wieder den entscheidenden Schritt schneller und wacher und nutze jeden Fehler der der Gäste konsequent aus. „Gerade unsere vielen Aussetzer hinten wie vorne erlaubten Alba immer wieder einfache Punkte. Allein 17:3 Fastbreak-Punkte sind ein klares Indiz für unsere schläfrige Vorstellung heute“, deutete Steinwerth eines der selbst gemachten Probleme an. Die Berlinerinnen konnten entsprechend immer wieder kontern und einen kleinen Vorsprung konservieren. Beim 15:25 (13.) war dieser erstmals zweistellig und die Girls Baskets am Rande eines frühen Desasters. Plötzlich schien aber der Knoten geplatzt zu sein und Braunschweig-Wolfenbüttel kam selbst nun endlich zu gezielten Angriffsaktionen, die in einem 17:4 Lauf mündeten (32:29/20.). Leider entpuppte sich dieser Lauf nur als Aufflackern des eigenen Könnens und sollte der letzte Lichtblick für die Gäste bleiben. Alba war wieder am Drücker und erhöhte den Druck erneut. „Irgendwie konnten wir ihrer Geschwindigkeit und Aggressivität heute nichts entgegensetzen. Wir kämpften zwar verbissen, aber eben dieses Verkrampfen erlaubte uns vor allem offensiv kaum Spielfluss. Ninas viele Würfe sind ein Zeichen für zu wenig Teamspiel und das macht es dem Gegner leicht uns auszurechnen.“, war trotz allem Einsatz das enttäuschte Fazit des Trainers. Da half auch das Highlight der Partie, ein 22m-Dreier von Rosemeyer mit der Schlusssirene des dritten Viertels, nichts mehr. Nach dem 42:47 (30.) und dem 48:55 (35.) war der Braunschweiger Akku nun endgültig leer. Alba nutzte einen Endspurt zum schließlich verdienten, aber aus Girls Baskets Sicht zu klaren, 51:68 Sieg, der es für das bereits am kommenden Sonntag anstehende Rückspiel alles andere als einfach macht. Im Kampf um die Playoffs hat man damit einen Dämpfer erfahren und muss nun eine Reaktion zeigen. Kommenden Sonntag ist direkt eine gute Gelegenheit dazu. Bereits am 25.11 kommen die Berlinerinnen um 15 Uhr in die Halle Ravensberger Str. Der Eintritt ist frei.

Girls Baskets unterliegen erneut in heimischer Halle

Auch das zweite Heimspiel der aktuellen Saison konnte die Spielgemeinschaft aus Braunschweig-Wolfenbüttel nicht für sich entscheiden. Gegen den TuS Lichterfelde, aktueller Vizemeister der WNBL, reichte es nur zu einem respektablen 51:59.

Der TuS reiste als ungeschlagener Tabellenführer der Staffel Nordost an und nahm entsprechend die Favoritenrolle ein. Dennoch wollten die Girls Baskets beweisen, dass sie weitere Schritte vorwärts machen und für sich selbst auch sehen, wo man inzwischen stehen würde. Anfangs sah es ganz und gar nicht danach aus, als ob die Hausherrinnen irgendwie Paroli bieten könnten. Das schnelle 0:9 und der erste eigene Punkt erst nach 8 Minuten dann ließen nicht viel Grund zu Hoffnung. Dann schloss man aber die Lücke etwas und konnte durch Nina Rosemeyer auf 9:17 verkürzen.

Mit diesem Schwung konnten die Girls Baskets nun mehr und mehr Anschluss halten, aber Kapitänin Rosemeyer erhielt früh ihr 4. Foul und musste von nun an die Bank drücken. Jetzt übernahmen Franka Wittenberg und Sina Geilhaar das Zepter und konnten jeweils per Dreier zum 23:27 (18.) einnetzen. Braunschweig-Wolfenbüttel schien angekommen zu sein in der Partie, aber ein kleiner Endspurt des TuS stellte zum 24:33 Halbzeitstand.

Auch nach der Pause haderten die Niedersachsen mit ihrem Angriff. Immer wieder fand man nur schwer Lücken in der kompakten Berliner Defense und beim 32:45 (28.) schien der Gast erneut entscheidend davongezogen zu sein. Dann platzte der Knoten aber endlich und aus der eigenen guten Verteidigung heraus gelangen endlich einige erfolgreiche Schnellangriffe. Besonders Julina Meinhart war der Fels in der Brandung und konnte neben ihrer aufmerksamen Defense nun die Offensivlast mittragen. Ein weiterer Dreier von Wittenberg stellte auf 40:45 (30.) und der folgende Korb durch Meinhart zum 42:45 vollendete einen 10:0 Zwischenspurt, der den zahlreichen Fans in Wolfenbüttel wieder Hoffnung gab. Dann konterte auf Seiten der Gäste aber ihre Nationalspielerin Kleine-Beek und sorgte mit starken Einzelaktionen für ein kleines aber ausreichendes Punktepolster, dem die Girls Baskets nun wieder hinterherlaufen mussten (46:53/37.). Ein „and one“ der Berliner Centerin Billepp war die endgültige Entscheidung (46:56/38.) in einem insgesamt zwar spannenden aber eben auch verkrampften Girls Baksets Auftritt. Rosemeyer konnte per Dreier nochmals verkürzen, aber das 51:59 war nur noch einen Achtungserfolg wert.

„Wir konnten uns wieder auf die Verteidigung verlassen, haben aber erneut im Angriff unsere Probleme offenbart. Nach einem schweren Beginn konnten wir uns dann zwar besser in Szene setzen, aber die Wurfquote sowohl von der Dreierlinie (4/19) als auch die Freiwürfe (13/22) waren ein echtes Problem heute. Offene Würfe hatten wir ja genug, nur eben nicht genügend Treffer (30,4%). Dass Nina so früh teils unnötige Fouls bekam, war sicherlich kein Bonus für unser Spiel heute und wer weiß, ob es dann anders hätte laufen können...“, kommentierte Steinwerth das Spiel seiner Mannschaft.

Es spielten

Sina Geihaar Punkte 10, Franka Wittenberg 12, Julina Meinhart 6, Lara Lieckfeld 4, Johanne Wegmann 1, Lina Falk 4, Nina Rosemeyer 12, Zoe Wildrich 2, Marie Tepe

Girls Baskets mit zweitem wichtigen Sieg

In Rotenburg (Scheeßel) gelang Braunschweig-Wolfenbüttel ein 59:41 Auswärtserfolg und damit ein weiterer wichtiger Schritt im Hinblick auf das Playoffrennen.

Direkt zu Beginn verschafften die erfolgreichen Dreier von Franka Wittenberg, Johanne Wegmann und Lara Lieckfeld dem Team eine gute Portion Wohlgefühl gegen die Rotenburger Zonenverteidigung. Das Spiel aber war alles andere als schnell entschieden, machte das junge Girls Baskets-Team doch erneut viele leichte Fehler und konnte daher den Konkurrenten nicht so recht abschütteln (11:11 / 8. Min). Ein nun folgender Lauf von 12 unbeantworteten Punkten verschaffte aber erstmals etwas Luft (23:11 / 13.). Vor allem Wittenberg und Julina Meinhart konnten jetzt die Lücken für sich nutzen und wurden teils im Schnellangriff immer wieder gut auch von Sina Geilhaar eingesetzt. Dass die Gastgeberinnen aber wieder herankommen konnten (33:25 / 20.), hatten erneut die Gäste selbst zu verschulden. „Immer wieder wechseln sich bei uns sehr gute spielerische Phasen mit plötzlich verkrampftem Spiel ab. Dann bewegen wir den Ball nicht geduldig genug oder lassen auch einfache Chancen liegen. Das ist aber sicherlich auch normal bei der Altersstruktur, die wir in unserem Team vorzuweisen haben und macht uns deshalb auch nicht großartig nervös.“, lautete das Zwischenfazit der Coaches Steinwerth/Globig zur Pause.

In der Kabine nahm man sich vor, mit mehr Ruhe und Abgeklärtheit der sehr unruhigen Atmosphäre in Scheeßel zu begegnen. Ein weiterer Dreier von Meinhart und die nun mehr und mehr überzeugende Lina Falk lösten den sprichwörtlichen Knoten wieder (46:31 / 29.). An den Zwischenständen lässt sich die große Konstante für die Girls Baskets ablesen: wieder war es die Defense, die ähnlich wie in Halle in der Vorwoche der Fels in der Brandung war. So konnte man die eine oder andere Schwäche im Angriff verkraften und lief nie Gefahr, das Spiel verlieren zu müssen. Beim 59:37 (35.) durch Geilhaar war die Partie endgültig entschieden und Zeit für die üblichen Wechselspielchen. Gerade hier offenbarte sich aber auch die Heterogenität im Team. Braunschweig-Wolfenbüttel gelang fünf Minuten lang kein Punkt mehr und man verrannte sich wieder in kopflosen Aktionismus. „Keine Gefahr für den Spielausgang zwar, aber dennoch ein klarer Fingerzeig an die zweite Reihe bei uns“, wollte Steinwerth diese Phase mit erhobenem Zeigefinger nicht unter den Tisch kehren.

Mit dem wichtigen Sieg hat man nun aber eine gute Ausgangsposition um Platz 4 in der Staffel Nordost und der damit verbundenen Playoffteilnahme.

Bereits am Sonntag den  11.11.18  geht es mit einem Heimspiel gegen TuS Lichterfelde um 15 Uhr in der Ravensberger Str. Wolfenbüttel weiter. Der Eintritt ist frei. Besucher sind herzlich willkommen für Speisen und Getränke ist gesorgt.

Es spielten

Sina Geilhaar Punkte 13, Franka Wittenberg 15, Julina Meinhart 7, Lara Lieckfeld 10, Johanne Wegmann 4, Lina Falk 10,  Zoe Wildrich , Angelina Buckenauer, Marie Tepe

Girls-Baskets gewinnen in Halle sicher mit 74:42

Nach den bisherigen Ergebnissen der WNBL Staffel Nordost wartete in Halle auf die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel ein Schlüsselspiel in Sachen weiterem Saisonverlauf. Beide Teams hatten bisher nicht gewinnen können und das Mindestziel „Playoff-Teilnahme“ für die Niedersachsen wird wohl zuerst über Halle und Rotenburg gehen (müssen).

Entsprechend fokussiert gingen die Gäste diese Partie an und konnten durch die erneut starke Sina Geilhaar und Lina Falk beim 13:4 (5. Min) ein erstes Ausrufezeichen setzen. Halle aber profitierte immer wieder von Unzulänglichkeiten der Girls Baskets und ließ sich nicht so recht abschütteln (21:13 für die Girls Baskets nach Abschnitt eins).

Erneut fehlte die Spielfreude und Lockerheit gerade im Angriff bei den Niedersachsen und man verzettelte sich weiter in vielen Einzelaktionen. „Wenn wir eine so enge Verteidigung vor uns sehen, müssen wir einfach bessere Lösungen als Mannschaft finden. Der Ball muss besser bewegt werden und dafür auch die Spielerinnen ohne Ball sich mehr involvieren. Dies gelingt uns oft nicht und daran gilt es zu arbeiten.“, kommentierte Trainer Steinwerth den Spielverlauf. Lichtblicke in dieser Phase waren aber die zweikampfstarke Franka Wittenberg, die immer besser in Schuss kommt, und Zoe Wildrich, die nun mehr Verantwortung übernimmt. Das 32:15 (13.) wurde aber wieder von Halle gekontert zum 43:30 Halbzeitstand.

Nach dem Pausentee lautete die Devise, noch intensiver zu verteidigen, um noch mehr einfache Punkte zu generieren. Dies gelang auch zusehends und die Girls Baskets konnten aus den Ballgewinnen heraus den Vorsprung bis zum 57:34 (30.) ausbauen. Hier konnte gerade Lina Falk Ihre Schnelligkeit zum Teamerfolg betragen. Leider blieb der Angriff weiterhin hinter den eigenen Erwartungen zurück. Ob es überhastete Würfe oder unsauber ausgespielte Überzahlsituationen waren, die Girls Baskets kamen einfach nicht so recht in einen „Flow“. Die Defense war dafür aber ein Plus an diesem Tag und Halle bekam kaum Luft zum Atmen. Franka Wittenberg war weiter der Dreh- und Angelpunkt und löste viele Angriffe im Alleingang. Hinten hatte sie die Unterstützung des gesamten Teams um Lara Lieckfeld und Nina Rosemeyer, die jetzt die anfallenden Rebounds sicher kontrollierten. Das 74:42 war ein Aufatmen für die neu formierte Mannschaft und gibt Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben. Es waren Fortschritte und vor allem defensiv eine klare Idee zu erkennen. Offensiv muss nun ebenfalls der nächste Schritt passieren, will man in Rotenburg am kommenden Sonntag den nächsten „big point“ landen können. Vor den dann folgenden „Berliner Wochen“ sicherlich ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Erreichen der selbst gesetzten Ziele.

 Es spielten 

Sina Geihaar Punkte 10, Franka Wittenberg 18, Julina Meinhart 4, Lara Lieckfeld 13, Johanne Wegmann 6, Lina Falk 13, Nina Rosemeyer 5, Zoe Wildrich 5, Angelina Buckenauer, Marie Tepe

 
 

Girls-Baskets verlieren Spiel eins der neuen WNBL Saison

Zum Start in die neue Spielzeit unterlagen die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel den Chemcats aus Chemnitz überdeutlich mit 49:75. Die Gäste aus Sachsen waren dabei vor allem in Halbzeit zwei einfach immer den entscheidenden Schritt schneller – sowohl gedanklich als auch in der Umsetzung selbst.

Anfangs sah man ein WNBL Spiel auf relativ schwachem Niveau. Beide Teams taten sich schwer, einen Spielfluss zu entwickeln. Das erste Viertel endete ausgeglichen 11:11. Oft mündete dies in Einzelaktionen, die aber in den jeweiligen Verteidigungsreihen strandeten. Reihenweise liegen gelassene teils gute Chancen ließen nicht mehr als das 23:29 Halbzeitergebnis zu.

Die Girls Baskets nahmen sich vor, ihre Fehlerquote zu senken und so die Partie zu ihren Gunsten zu drehen. Das Gegenteil war jedoch der Fall. Besonders die Chemnitzerin Anabel Neuber-Valdez drehte nun auf und übernahm für ihr Team. Mit ihrer aktuellen Erstligaerfahrung trumpfte sie nun auf und eröffnete einen Lauf der Gäste, den die Gastgeberinnen nicht mehr stoppen konnten. Am Ende des dritten Abschnitts stand es plötzlich 33:53. Vor allem die 1 gegen 1 Verteidigung und der Rebound war dabei die große Baustelle bei den Girls Baskets. Selber tat man sich weiter schwer, im Angriff Lösungen zu finden. Sina Geilhaar stemmte sich nun mit aller Kraft gegen diesen Trend und trieb ihr Team voran. Lina Falk und Franka Wittenberg gaben ebenfalls ihr Bestes, aber immer wieder endeten die Bemühungen der Drei in der engmaschigen Verteidigung der Gäste. Dazu kam das die Körbe trotz guter Chancen nicht fallen wollten.  Das 49:75 war folgerichtig und deckte alle Defizite der noch jungen Saison auf. „Wir haben heute verdient verloren. Unser sehr talentiertes Team kämpft mit der fehlenden Spielpraxis auf diesem Niveau. Uns fehlen einfach Spiele, die zum Beispiel Chemnitz bereits absolviert hat in der Regionalliga oder WNBL selbst. Das hat uns sehr gehemmt und vor allem im Angriff nicht an unsere Möglichkeiten herankommen lassen.“, kommentierte das Trainergespann Steinwerth/Neumann das Ergebnis.

Am kommenden Sonntag in Halle soll eine Wende eingeleitet werden. Mit einem weiteren Sportschulprogramm hat man da sicherlich keinen einfachen Gegner vor der Brust.

Es spielten 

Sina Geihaar Punkte 10, Franka Wittenberg 10, Julina Meinhart 6, Lara Lieckfeld 4, Johanne Wegmann 10, Lina Falk 6, Angelina Buckenauer 2, Marie Tepe, Zoe Wildrich