Girls Baskets|WNBL|Saison 2017/2018

Girls Baskets entscheiden Spitzenspiel gegen TuS Lichterfelde für sich

Das Spiel der beiden bislang ungeschlagenen Mannschaften der Gruppe Nordost hielt was es versprach. Die zahlreichen Zuschauer sahen ein intensives und enges Spiel auf Augenhöhe, das die Girls Baskets in der letzten Minute gegen den Meisterschafts-Aspiranten TUS Lichterfelde für sich mit 58:53 entscheiden konnten. Damit sind die Girls Baskets seit fast zwei Jahren ungeschlagen in der WNBL unterwegs.


Beide Mannschaften starteten hochmotiviert und mit aggressiver Defense in die Partie. Für die Girls Baskets startete Youngster Franka Wittenberg mit zwei erfolgreichen Freiwürfen in das Topspiel. Für die Mannschaft des TuS Lichterfelde, die insgesamt den leicht besseren Start erwischte, waren es in den ersten sieben Spielminuten neben einem Feldkorb, sieben von 12 Freiwürfen, die den Weg in den Korb fanden. Zwei weitere Feldkörbe der Gäste und der Rückstand wuchs auf bedenkliche 6:13. Doch souverän nahm Margaux Götschmann wie schon in den ersten Spielen das Heft in die Hand und brachte die Girls Baskets mit drei Körben in Folge zum Viertelende wieder auf Tuchfühlung (13:15) heran.


Das zweite Viertel gestaltete sich ausgeglichen. Gewohnt kämpferisch und mit unbedingtem Willen zog Sina Geilhaar zum Korb und glich mit einer ersten Aktion aus. Es kam nun zum offenen Schlagabtausch zwischen den beiden Mannschaften mit vielen schnellen Ballwechseln, gleich vielen Ballverlusten und einer Freiwurfquote von 100% auf beiden Seiten. TUSLI lag in dieser Spielphase zwar fast kontinuierlich in Führung, konnte sich aber zu keinem Zeitpunkt wirklich absetzen und musste kurz vor der Halbzeit den 27:27-Ausgleich hinnehmen. Während auf Berliner Seite vor allem Nyara Sabally punktete, verteilten sich die Punkte der Girls Baskets auf mehrere Spielerinnen.


Nach dem Wiederanpfiff nahmen die Girls Baskets das Heft in beide Hände und legten einen starken Viertelstart hin. Diese Phase zog sich bis zur 27. Minute hin, in der die Berlinerinnen dem 14:0-Lauf nichts entgegenzusetzen hatten. Angeführt von der mit viel Übersicht agierenden Maileen Baumgardt zeigten sich die Gastgeberinnen treffsicher und durchsetzungsstark und zogen auf 41:28 davon. Doch die Berlinerinnen werden nicht umsonst als Mitfavorit in dieser WNBL-Saison gehandelt. Sie erkämpften sich das Momentum zurück und kamen Punkt für Punkt näher, so dass man mit 43:37 ins Abschlussviertel ging. Der Spielausgang war alles andere als klar.


Beide Mannschaften mussten nochmal alles geben, wenn sie hier als Sieger vom Feld gehen wollten. Doch TuSLi hatte den deutlich besseren Start und schien das Spiel nun vollkommen an sich zu reißen. Beim Spielstand von 46:46 und schließlich der TuSLi-Führung war das Momentum deutlich auf Seiten der Berlinerinnen. Die Frage war, ob die Girls Baskets diesem Lauf etwas entgegen zu setzen hatten. Doch wie so oft half eine Auszeit. Der Spielfluss der Gäste schien unterbrochen und die Girls Baskets zogen wieder mehr zum Korb. Alles konzentrierte sich nun auf die letzte Spielminute. Die hohe Foulbelastung TuSLis wurde nun zum Zünglein an der Waage. Zwei Berlinerinnen mussten vom Feld und die Girls Baskets Freiwurfschützen bekamen die Chance, ihr Können zu zeigen. Und das gelang gut. Da die Mannschaftsfoulbelastung der Girls Baskets noch unter fünf lag hatte man hier auch mehr Raum und konnte deutlicher in die Defense einsteigen. ALLE Spielerinnen legten sich nochmal mit ihren individuellen Stärken mächtig ins Zeug und verteidigten mit einem 58:53 ihre weiße Weste.


Das Spiel zeigt einmal mehr, dass trotz Überlegenheit TiSLis bei den Rebounds, Blocks, Steals und Schnellangriffspunkten ein Sieg für die Gegner herausspringen kann. Mannschaftliche Geschlossenheit, gegenseitige Verlässlichkeit und eine breite Leistungsverteilung der Girls Baskets waren hier das Zünglein an der Waage in diesem starken Auftritt der beiden Mannschaften. Ausschlaggebend für den Sieg waren laut Coach Rüdiger Jakob vor allem “der starke 14:0-Lauf im dritten Viertel und die zahlreichen erfahrenen Spielerinnen, die vor schwierigen Spielphasen nicht zurückschrecken.”


Es spielten: Nina Rosemeyer (15), Margaux Götschmann (15), Maileen Baumgardt (10), Rebecca Lagerpusch (7), Julina Meinhart (3), Sina Geilhaar (3), Franka Wittenberg (3), Lara Rohkohl (2), Johanne Wegmann, Sophie Haselmeyer, Lina Lieckfeld, Marie Tepe
(Bericht Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel: Kay Wittenberg; Fotos: Birk Meinhart)

Girls Baskets lassen SV Halle Junior Lions keine Chance

An ihrem zweiten Spieltag konnten unsere Mädchen gegen die Junior Lions des SV Halle ihren zweiten Sieg einfahren. Die Nachbarn aus Sachsen-Anhalt hatten den hochmotiviert und konzentriert spielenden Girls Baskets nicht viel entgegen zu setzen und so gewannen die Niedersächsinnen ungefährdet mit 68:42.


Der Grundstein für diesen Sieg wurde bereits im Anfangsviertel gelegt. Mit ihrer Schweizer Zuverlässigkeit startete Margaux Götschmann wieder mit einem schnellen Korb in der ersten Minute. Nina Rosemeyer und Rebecca Lagerpusch waren ebenfalls von Anfang an hellwach und steuerten souverän jeweils sechs Punkte bei. Die Gäste, die in der Vorwoche noch ein beachtenswerten Sieg gegen Chemnitz einfuhren, wirkten wie gelähmt und kamen bis zur sechsten Minute auf nur einen Feldkorb, wachten dann jedoch auf, um das erste Viertel mit 22:9 nicht ganz abzuschreiben. Auch im zweiten Abschnitt nutzten die Girls Baskets geschickt die Räume, die ihnen die Junior Lions boten. Vor allem Sina Geilhaar und Julina Meinhart zeigten erfolgreiche Passkombinationen, wobei letztere in nur vier Minuten mal eben sieben Punkte zum Halbzeitstand von 37:16 beisteuerte.


In der Pause gab es wohl eine deutliche Traineransage für die Gäste aus Halle. Zumindest zogen sie im dritten Viertel nun häufiger zum Korb, was ihnen auch 18 Freiwürfe einbrachte. Zum Glück der Girls Baskets fanden davon aber nur sieben Bälle den Weg in die Reuse. Die Gastgeberinnen taten sich in diese Phase schwer und brachten bis zur siebten Minute gerade mal zwei Bälle unter, so dass man das Viertel mit 13:19 an die Gäste abgab. Der neue Coach der Girls Baskets, Rüdiger Jacob, forderte im letzten Viertel wieder mehr Konzentration und Aggressivität in der Defense ein. Die Girls Baskets knüpften an die beiden ersten Viertel an und ließen nur sieben gegnerische Punkte zu. Dank einer wiederum geschlossenen Mannschaftsleistung und hervorragendem Rebound-Verhalten (60:32) konnte ein 68:42-Sieg eingefahren werden. (Bilder vom Spiel unter diesem Link)


Wieviel diese beiden ersten Siege wert sind, wird sich beim dritten Spiel gegen den Dauerrivalen aus Berlin-Lichterfelde zeigen. Dann heißt es, die mannschaftliche Geschlossenheit und den Kampfgeist beizubehalten und konzentriert 40 Minuten Präsenz auf dem Feld in diesem richtungsweisenden Spiel gegen die Hauptstädterinnen zu zeigen.


Es spielten: Margaux Götschmann (11), Rebecca Lagerpusch (11), Julina Meinhart (9/1 Dreier), Nina Rosemeyer (8), Sina Geilhaar (7), Franka Wittenberg (7/1 Dreier), Maileen Baumgardt (5/1 Dreier), Lara Rohkohl (5), Lina Lieckfeld (5), Sophie Haselmeyer, Johanne Wegmann, Marie Tepe
(Bericht: Girls Baskets, Kay Wittenberg, Bilder: Birk Meinhart)

Saison 2017-18 startet mit Sieg trotz dünner Personaldecke

Gleich das erste WNBL Spiel in der neuen Saison musste aufgrund der engen Personalsituation verlegt werden. Freundlicherweise stimmte das Chemnitzer Team um Trainer Thomas Seltner zu, so dass Tip Off am Mittwoch, den 11. Oktober war. Aufgrund der Verlegung konnte Julina Meinhart mit auflaufen. Allerdings musste man immer noch auf Maileen Baumgardt, Franka Wittenberg und Marie Tepe verzichten. Zudem fiel neben der Langzeitverletzten Merit Brennecke verletzungsbedingt auch noch Johanne Wegmann aus.

 

Also startete man mit einer recht dünnen Personaldecke, was sich phasenweit bemerkbar machte und auch das Zusammenspiel noch einigen Sand im Getriebe aufdeckte. Am Ende konnte man das Spiel gegen die insbesondere im letzten Abschnitt stark aufspielenden Chemitzer mit 61:54 für sich entscheiden. Besonders erfreulich war der Einsatz von unserer jungen Schweizerin Margaux Götschmann (Bild), die zum ersten Mal im Girls Baskets Dress auflief und mit 15 Punkten gleich zum Topscorer wurde. Für die kommenden Spiele steht insgesamt noch eine Menge Arbeit an und insbesondere das Rückspiel in Chemnitz muss gut vorbereitet werden, insbesondere, wenn Elea Gaba nach ihrer Hüft-OP evtl. schon wieder ins Spielgeschehen eingreift.

 

Bilder von dem Spiel findet ihr hier  - alle Bilder von Birk Meinhart